Das Piratische ist inflationär. Es durchdringt als positive wie als negative Metapher unseren Kulturraum: Piraten entführen Containerschiffe, ihre früheren “Nester” dienen inzwischen als Offshore-Plattformen für die neuen Finanzpiraten, Piraten entern die Popkultur (als Deppen) ebenso wie die Parlamente. Und schließlich rauben sie Dinge, die man nicht klauen kann. Im Sinne des Letzteren hat der Social Science Research Council (SSRC) gerade “Media Piracy in Emerging Economies” herausgegeben. Anhand unterschiedlicher Facetten der Piraterie in sogenannten Schwellenländern wird die Kulturtechnik des Kopierens darin aus der Perspektive der Konsumenten zu untersuchen, anstatt aus Sicht der Produzenten. Aus dem Vorwort: “Piracy imposes an array of costs on producers and distributors—both domestic and international—but it also provides the main form of access in developing countries to a wide range of media goods, from recorded music, to film, to software. Weiterlesen »









The Power of Open
Mit “The Power of Open” hat Creative Commons ein
EbookPDF publiziert, das in kurzen und prägnanten Artikeln die verschiedensten Felder der rechtlichen und technischen Infrastruktur beleuchtet, mit der neue Formen des Teilens von Wissen, Kunst und Daten zwischen Individuen, Organisationen und Regierungen möglich geworden sind. “The world has experienced an explosion of openness. From individual artists opening their creations for input from others, to governments requiring publicly funded works be available to the public, both the spirit and practice of sharing is gaining momentum and producing results”, so die Herausgeber. Das Buch liest sich im Wesentlichen als euphorische Erfolgsgeschichte, was sicherlich nicht komplett unzutreffend ist. Betrachtet man aber beispielsweise die Wissenschaften, so muss man etwa für Deutschland feststellen, das Creative Commons kaum Beachtung findet. Man könnte meinen, man habe es mit einem schwerfälligen Dinosaurier zutun, der nicht merkt, dass seine Zeit abgelaufen ist. Weiterlesen »