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Short version

Das iRe­vo­lu­tion-Blog ist ein öffentliches Archiv und Experimentierraum und will zei­gen, dass die Zukunft poli­ti­scher Inter­ven­tion keine Tele­vi­sion des Cyber­space ist, die von ima­gi­nä­ren Mas­sen demons­trie­ren­der Ava­tare betrie­ben wird, son­dern dass die Ent­wick­lung von der iso­lier­ten Medien­e­xis­tenz des Cyber­space zum Social Net­wor­ker vir­tu­el­les Han­deln poli­ti­siert und soziale Bin­dun­gen inner­halb von Gemein­schaf­ten ver­stärkt. iRe­volu­tion nimmt dabei den Zusam­men­hang zwi­schen der Beschaf­fen­heit der Kom­mu­ni­ka­tio­nen und der Trans­for­ma­tion von politischer Partizipation in den Blick und versammelt Beiträge für den Entwurf einer poli­ti­schen Sozio­lo­gie community-basierter Medien aus der Per­spek­tive der kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen Medi­en­wis­sen­schaft. (Bil­der: Eugène Delacroix: Die Frei­heit führt das Volk, New York Times, Second Life)

Long version

Seit der Mensch Informationen schneller bewegen kann als sich selbst, verbindet sich mit dem Phänomen dieser sogenannten Informationsrevolution auch eine Neuverhandlung der politischen und der sozialen Dimension von Kommunikationsinfrastrukturen. Begrifflich meint dies einerseits die Transformation der Regelung öffentlicher Angelegenheiten, also eine Neufassung des Politischen und andererseits die veränderten Formen der Gesamtheit sozialer Beziehungen, also eine Neufassung von Gesellschaft. Medien sind dabei nicht neutrale Instrumente oder Mittel in Tauschprozessen, sondern als mediale Apparate (Benjamin), Codes (Flusser), Dispositive (Foucault), Aufschreibesysteme (Kittler), Extensions (McLuhan) usw. immer schon Teil der politischen und sozialen Form, auch wenn sie selbst dazu tendieren sich Wahrnehmbarkeit kategorisch zu entziehen.

Spätestens seit Brechts kanonischer Rede über die Umfunktionierung des Rundfunks von einem Distributions- in einen Kommunikationsapparat verbindet sich mit der Informationsrevolution die Idee der Veränderung der Modalitäten und Akteure politischen und sozialen Handlens, über die Enzens­ber­ger und Baudril­lard später als utopische Vision einer demokratischeren Gesellschaftsstruktur stritten. Seit der digitale Medienumbruch Kommunikationen nun zunehmend als Interaktion über mediale Umgebungen organisiert (Social Media, Web 2.0), scheint sich diese Utopie (in positiver wie in negativer Hinsicht) zu realisieren: Ob dies nun Fragen nach Besitz, Produktion, Regierung, Vermittlung oder Privatsphäre betrifft – in einer Gesellschaft, die ihren gegenwärtigen Status mit dem Zusatz Information beschreibt, verhandelt die Beschaffenheit des Medialen die Fassung verteilter Handlungsmacht und gesellschaftlicher Verhältnisse neu.

Während die Kulturtechniken der „alten“ Medien der Massenkommunikation weiter an Einfluss verlieren, ist die Verfasstheit der Gesellschaft  im Zuge der veränderten Organisationslogik des Digitalen in eine Krise geraten: So ist etwa die der Ethik des Industriezeitalters verpflichtete Vorstellung der Trennung von Produktion und Konsumption heute ebenso implodiert, wie die Fassung einer homogenen und raum-zeitlich begrenzten Öffentlichkeit. Stattdessen sind Kommunikationen in der digitalen Gesellschaft zunehmend dialogisch und rhizomatisch organisiert. Die Netzkultur hat eine verteile und horizontale Infrastruktur hervorgebracht, deren Medien erst durch Ihren Gebrauch entstehen und deren community-basierte Formen der Kommunikation deshalb zurecht als „sozial“ bezeichnet werden.

Im Umbruch individueller und kollektiver Interaktions- und Interventionsmöglichkeiten vollzieht sich die Konstitution und Neukonstellation von politischen Machtgefügen immer weniger innerhalb fester hierarchischer Ordnungen, unidirektionaler Kommunikationsmodelle, räumlich und materiell konkreter Besitzstrukturen oder nationaler Regulierungs- und Kommunikationsräume (Volksparteien, Nationalstaaten, Institutionen, Massenmedien etc.). Der damit verbundenen Transformation von Herrschafts- und Wissensordnungen entspricht aber keineswegs so etwas wie eine Weltregierung oder übergeordnete Struktur. Vielmehr entstehen netzartig informierte, transnational operierende und organisatorisch diffuse Agenten, die eindeutige Zuordnungen nicht mehr zulassen (soziale Bewegungen, dot.coms, Whistle-Blower, Blogger, Offshore-Finanzplattformen, Piraten, Flashmobs, Follower, Terrornetzwerke, NGOs, Facebookgruppen, Staatstrojaner, Crowd-Funder etc.). Diese neuen Akteure etablieren Formen der Handelns, deren zentrales Instrument der politischen Steuerung der Zugriff auf und die Zirkulation von Informationen sind. Ihre Handlungen basieren dabei auf Modi der Interaktion, die weder hierarchisch, zentralisiert oder institutionalisiert noch räumlich konkret, territorial reguliert oder an Besitz gebunden sein müssen (file sharing, DoS-Attacks, stock exchange, ubiquitous computing, crowd-sourcing, likeing, datamining etc.).

Vor dieser medial induzierten Transformation zeichnen sich zwei komplementäre Tendenzen ab, die iRevolution in den Blick zu nehmen versucht: einerseits unterwandern die Kommunikationsprozesse etablierte Machtverhältnisse und verändern Partizipationsstrukturen (Dezentralisierung, Deterritorialisierung, Asymmetrierung etc.), die etwa eine Ablösung des Paradigmas der Kontrollgesellschaft (Deleuze) durch das Konzept der Multitude nahelegen (Negri & Hardt). Andererseits weisen sie aber auch technokratische und imperialistische Effekte auf, die gegenwärtig zu einer Neukonfiguration von Hegemonie führen. Den Liberalisierungserscheinungen durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien stehen also auch neue Möglichkeiten der Kontrolle und Beherrschung gegenüber, die nicht nur im Iran oder in China, sondern genauso bei Google, der Vorratsdatenspeicherung oder im Mediamarkt nebenan unübersehbar sind.

Me

I work as a research asso­ci­ate at the Cluster of Excellence Image Knowledge Gestaltung. An Interdisciplinary Laboratory of Hum­boldt Uni­ver­sity Ber­lin. I am also a member of the Col­legium for the Advanced Study of Pic­tur­e­act and Embod­i­ment and have been a fellow at Post Media Lab at the Center for Digital Cultures of Leuphana University Lüneburg. I am currently a PhD stu­dent associated at the research train­ing group Vis­ib­il­ity and Visual Pro­duc­tion: Hybrid Forms of Iconic Know­ledge at the Insti­tute for Arts and Media of the University of Potsdam and the University of applied sciences Potsdam. I hold a master’s degree of European Media Stud­ies and a bachelor’s degree in Com­m­un­ca­tion Sci­ence and stud­ied Human Secur­ity at Vreije Uni­versiteit Amsterdam.

Take a look at my website: www.moritzqueisner.de

The Earth Observation Guide

I co-organised a panel about the rela­tion of sen­sors and the body at the con­fe­rence “Taking Care of Things! Archi­ves – Life-Cycles – Care” on Janu­ary 15-18 in Lüne­burg hosted by Oliver Lerone Schultz and Christina Kral of Post-Media Lab/Center for Digi­tal Cul­tures. Together with colleagues Kristian Lukic, Boaz Levin, Owen Mundy, Daniel Herleth, Adam Kaplan, Frédéric […]

Conference: Digital Activism #Now

Information Politics, Digital Culture and Global Protest Movements: “The so-called “web 2.0” of social network sites was invented as a business strategy to react to the first dot.com bust and, as revealed by the NSA scandal, it has been heavily used by the State as a platform of global surveillance. Yet, this space has also […]

Cfp: Re:publica 2014

Heute letzter Tag für die Re:publica 2014 was einzureichen. Aus dem call: “Mit dem Motto „INTO THE WILD“ möchte die re:publica 2014 dazu auffordern, das Netz der Post-Snowden-Ära zu überdenken, Neues zu wagen und dazu ermutigen, Wege der Unberechenbarkeit einzuschlagen. Sicher scheint: Die digitale Gesellschaft wird sich umgestalten und wir hoffen, auch dank eurer Beiträge, vom 6. bis 8. Mai 2014 einen Blick in die Zukunft werfen zu können.”

Buch: Locative Media – Medialität und Räumlichkeit

Der Sammelband “Locative Media Medialität und Räumlichkeit – Multidisziplinäre Perspektiven zur Verortung der Medien / Multidisciplinary Perspectives on Media and Locality” von Regine Buschauer und Katharine S. Willis herausgegeben, gibt einen guten Einblick in aktuelle Ansätze zur Geomedialität und dem Umstand, dass der Social Graph möglicherweise von einem Place Graph Konkurrenz bekommen hat. Aus dem […]

Volatile Bewegungen im Netz – Unvorhergesehene Mobilisierung

Lesenswerter Artikel von Anne Wizorek auf www.bpb.de über Aktivismus zwischen Netz und auf der Straße. Mein Punkt ist, ja immer, dass diese Kluft zunehmend verschwindet – nichtsdestotrotz gibt es schon noch genuin “digitale” Formen des Protests: “Clicktivism und Slacktivism sind die Schlagwörter mit denen vor allem Pessimisten versuchen der Euphorie um das partizipative Potential des Web 2.0 einen Dämpfer zu verpassen. Dass der Netzaktivismus aber durchaus die Kraft besitzt eine gesellschaftliche Debatte in Gang zutreten, bewies unlängst die Twitter-Aktion #aufschrei. Über die Vor- und Nachteile eines Twitteraufrufs und die Möglichkeiten und Grenzen des 140-Zeichen Mediums.”

Buch: Das Neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust

Noch 2 Tage könnt ihr Michael Seemanns Buch über den Post-Kontrollverlust auf Startnext crowdfunden: “Wir haben die Kontrolle verloren. Daten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt, finden Wege, die nicht vorgesehen waren und sagen Dinge aus, auf die wir nie gekommen wären. Wir wurden in ein neues Spiel geworfen und niemand hat uns die Regeln verraten.” Ein englischer Essay dazu wird außerdem in der »network notebooks« Reihe des Instituts for Network Cultures von Geert Lovink erscheinen. Here you go: www.startnext.de/ctrlverlust

CFP: New Perspectives on the Problem of the Public

The Centre for the Study of Democracy is hosting a two day conference, ‘New Perspectives on the Problem of the Public’ in the Board Room, 309 Regent Street, 15-16 May 2014.  This inter-disciplinary conference brings together researchers from communications and media, built environment, education, geography and political theory to discuss the implications of the rise […]

CFP: Sustainability, ethics and the cyberspace

Interesting CFP by the European Meetings on Cybernetics and Systems Research (EMCSR) Get the call here: “The variety of current and emerging societal challenges underlines the demand for new concepts towards sustainable ways of living. While sustainability primarily addresses environmental issues, this symposium asks for wider (ethical) perspectives. The extensive diffusion of ICT and the […]

Copy and Paste

Wie die digitale Revolution unser Denken verändert und den Kapitalismus herausfordert, thematisiert eine Veranstaltung der Böll Stiftung am 24.2.2014 mit Mercedes Bunz. Aus der Kurzbeschreibung: Nein, kein Wort zu Guttenberg. Denn wenn wir von C&P als zeitdiagnostischem Phänomen sprechen, meinen wir etwas anderes als eine Anekdote über Eitelkeit, den Politikbetrieb und wissenschaftliche Standards. Anhand des […]

Conf: Taking Care of Things

I will participate in a panel on the relation of sensors and the body at the conference “Taking Care of Things! Archives – Life-Cycles – Care” on January 15-18 in Lüneburg organized by Post-Media Lab/Center for Digital Cultures and Habits of Living. From the announcement: “From the perspective of current theoretical approaches the figure of the archive seems to have lost its central status and its fever. Meanwhile, in our medial and cultural set-up new (kinds of) archives seem to crop up everywhere, accelerated by new means of production and distribution. Cultural repertoires are being remixed alongside technological repositories – often giving new life to almost forgotten relics. Ever more things, valuables, processes, projects, constituencies, even movements, need to be taken care of. It is not only cultural and critical theory that is being challenged, but also law, the natural sciences and design, alongside other applied sciences. But what are the complex dynamics and contexts of these new (non-)archives? Do they really make sense? And if so, by and for whom?
>To address these questions, ‘Taking Care of Things!’ focuses on the transformation of things – analog and digital – into life-cycles and specific practices of care. This will be done in different thematic groups dealing with topics, like Mesh Media!, Civil Archaeology, Measure Drones, Unearthing the Archive, Translating Ontologies and Extinction in Context.” Get the details here: www.postmedialab.org/taking-care-of-things.

The Innovation of Loneliness

This video by Shimi Cohen based on Sherry Turkle’a Alone Together made me think about if it really makes sense to write an Archive / a blog (like this) which has just around 100 unique visitors monthly instead of taking the time to go out and talk to people…

Wir sind die Medien

Interessanter Band über das Verhältnis von Medien und politischer Transformation im Iran. “Wir sind die Medien” beruht auf der Dissertation von Marcus Michaelsen an der Uni Erfurt und liefert im ersten (theoretischen) Teil einen guten Überblick über die Potentiale, Grenzen und Vorurteile über die Rolle des Internets für die Demokratisierung. Aus der Ankündigung: “Ob »Twitter-Revolution« oder »Cyberdemokratie« – häufig prägen Schlagworte die Debatte zum politischen Potenzial des Internets. Jenseits von Mythisierungen untersucht Marcus Michaelsen die Nutzung neuer Medien durch Opposition und Zivilgesellschaft im Iran – angefangen von den ersten Reformwebseiten über die Blogs von Journalisten und Frauenrechtlerinnen bis hin zu den sozialen Medien der Grünen Bewegung. Durch die Verknüpfung präziser Landeskenntnis mit Theorien der Politik- und Kommunikationswissenschaft entsteht eine ebenso fundierte wie anschauliche Analyse der Leistungen und Grenzen von Internetanwendungen in Prozessen des politischen Wandels.”

  • Marcus Michaelsen, Wir sind die Medien. Internet und politischer Wandel in Iran. April 2013, 352 S., kart., 32,80 € ISBN 978-3-8376-2311-6, Reihe Kultur und soziale Praxis
GIZ-Brief “Neue” Medien

Neuer Name, neues Layout, neue Rubriken – der „GIZ-Brief“ wurde grundlegend überarbeitet. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit neuen Medien – das “neu” scheint man bei der GIZ offenbar weiterhin zu benutzen. Wäre vielleicht mal Zeit für einen neuen Begriff wie “soziale” Medien… DIe Ausgabe “Neue Medien – Wie Internet, SMS und Co. Entwicklung voranbringen” gibts als PDF unter: www.giz.de/de/downloads/giz2013-de-nahdran-1-gesamtausgabe.pdf

Cfp: colloquium – Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society

The Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society is sending out invitations for the annual colloquium to be held in Berlin on 21 November 2013. In cooperation with Friedrich-Ebert-Stiftung it aims to assemble early stage researchers (Ph.D. candidates and post-docs) from all disciplines in order to push ahead with the discussion revolving around Internet research. The colloquium provides a stage for new perspectives on current issues of Internet and society. While the research topics of the institute are grouped more around entrepreneurship, business & innovation, governance etc., in other words a bit away from humanities or activist perspectives, this year’s call also includes a session on protest: “Slacktivism, activism and protest online. Does the internet have what it takes to be political? Online activism is a widely debated topic. It raises the question as to which degree and under what circumstances online action is an effective part of political participation. This session welcomes submissions from both theoretical and empirical perspectives on various forms of online activism and political par¬ticipation online, for example online petitions or hacktivism.” Submission deadline is the 26 June 2013. Check the website for details.

CFP: Society of the Query Reader

The INC Reader Series, edited by Geert Lovink, give an overview of the present day research, critique, and artistic practices in a thematic research field at once broad and limited. The set up is multidisciplinary, with academic (humanities, social sciences, software studies etc.), artistic, and activist contributors. In parallel with the second Society of the […]

Report from Unlike Us #3

Unlike Us is a loose network of artists, designers, scholars, activists and programmers who work on ‘alternatives in social media’. The goal of Unlike Us, which has been initiated by the Institute for Network Cultures (INC) is the promotion of alternative and decentralized social media software as well as the analysis of the cultural, political and economic structures that go along with the major social media platforms. The third Unlike Us Conference, that took place in Amsterdam on 22–23 march 2013, has taken this task a step further by shifting the focus from the critique of social networking platforms towards a more general analysis of social media. While alternative software solutions (such as Lorea.org) and counter culture (such as the Facebook Demetricator or the Anti Social App) were still issues discussed in the panels on Political Economy and decentralization/distribution, the talks as well as the discussion at the coordination meeting were also drawing upon the larger contexts around social media: if media is becoming “social” because of what users make of them, does the analysis and also the organizational framework has to move beyond Facebook and focus on more general questions such as distraction (Petra Löffler), networking (Tristan Thielmann) or engineering (Bernard Stiegler)? In this context the discussions brought up questions like how authentic the narrative of the swarm of small fishes collectively eating the big shark actually is, because the nodes of the swarm are lacking connectivity.

Another central debate were mobile use-cases around social media ranging from the commodificiation of urban spaces and a completely new generation of data mining in the context of location based services (Leighton Evans) to young people’s mobile discourses on prepaid social media and mobile internet (Marion Walton). The question of place does not only apply for our digital footprint like communication profiles, travel logs, access control systems or payment methods but with the rise of the internet of things and ubiquitous computing, we engage with technology in ways that set up new hybrid forms of agency. Hence, the content we produce for social networks can no longer be seen as a conscious process of status updating, but is a task that is increasingly processed by the bots and tools of our everyday life (“I bought a product on gift.com”, “I created a playlist on spotify” etc.). This increasingly applies to our movements as well: to our „social graph“ we need to add a „place graph“ that is based on tracking and tracing of our spatial relations (“I ran 4 miles with nike – cheer me up!”, “I checked in @theshoppingmall”). It will be interesting to observe how social media transforms the use and the appearance of spaces and places, when territoriality becomes a kind of authorship within our interactions.

Overall Unlike us has done a great job by assembling a variety of artistic, activistic and scholarly approaches for contemporary critique on social media. However, after three conferences, what is the future of Unlike Us? As the resources of the Institute for Network Cultures are limited, how can the efforts go beyond the discussions of the network? Which other parties are willing to involve themselves not only by showing interest but also by committing manpower and resources? Could a research consortium be a promising way to sustain academic approaches? Is the topic broad enough to kickstart a festival? Would pursuing funding strategies disconnect scholarly, technological, artistic and political parts of the network from each other (please join the discussion on the mailinglist)? Those who have not participated in the conference can check out the in-depth coverage on the Unlike Us Blog, the vimeo channel as well as in the brand new Unlike Us Reader the covers many of the conference’s talks. (image credits: INC, conference flyer)

Disclaimer: this post was written for and first published on postmedialab.org

Politische Partizipation jenseits der Konventionen

Interessanter Sammelband über “Politische Partizipation jenseits der Konventionen” von Dorothée e Nève und Tina Olteanu herausgegeben, der unterschiedliche Formen politischer Partizipation in den Blick nimmt – von klassischen Formen, wie dem Leserbrief über Massenverfassungsbeschwerden bis zu Flashmobs. Das ist thematisch nicht unbedingt vollkommen neu, aber interessant ist dabei, dass es vor allem um die Frage geht, wie sich bestehende Konvention verändern und politisieren. Aus dem Ankündigungstext: “In diesem Buch werden die Potenziale unkonventioneller Formen der Partizipation theoretisch erörtert und empirisch untersucht. Die Analysen nehmen eine typologische Einordnung dieser unkonventionellen Partizipationsformen vor und untersuchen ihre Funktionen sowie Inklusionspotenziale in politischen Prozessen der Demokratie. Diskutiert werden außerdem die Interdependenz zwischen verschiedenen politischen und sozialen Partizipationsformen sowie die Kooptierung und Kommerzialisierung von Partizipationsinstrumenten.” (image credits: screenshot von der Verlagsseite)

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